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Usability - der Schlüssel zum Userherz?

Avatar of paseomarketingpaseomarketing - 09. März 2017 - Google, SEO

Userfreundliche Webseiten zu generieren, hört sich einfacher an als es ist. Nicht nur, weil die Nutzerwahrnehmung sehr subjektiv ist - herauszufinden was die gesamte Usability der Webseite steigert, endet oftmals in einem Labyrinth. Deshalb nun eine kleine Reise in die Welt der Usability, beginnend damit, was überhaupt dahintersteckt und was es bewirken soll.

Was ist Usability?

Usability wird im Deutschen auch übersetzt als Gebrauchstauglichkeit oder Benutzerfreundlichkeit. Sie bezeichnet zusammengefasst mehrere Elemente, die richtig umgesetzt dem User die Benutzung der Webseite erleichtern soll.

Der Einstieg auf eine Webseite ist bei jedem User begleitet von dem Gedanken „Finde ich hier die Informationen, die ich suche?“ Findet er diese Information nicht, beginnt der unzufriedene Nutzer sich auf die Suche nach jemandem zu machen, der ihm diese Information bietet. Zu Informationen zählen natürlich auch Produkte, Dienstleistungen oder die einfache Kontaktaufnahme.

Ob und wie ein User die gesuchte Information findet, hängt von mehreren Faktoren ab – und genau hier setzt die Usability an. Auch das Ziel, die Information, ist wichtig. Welche Faktoren sind auf der Webseite notwendig, um den User effizient, effektiv und zufrieden an sein Ziel zu bringen?

Das ist abhängig von der Zielgruppe und den Absichten der Zielgruppe. Eine durchschnittliche Zielgruppe im Alter von 15-25 Jahren sucht mit großer Wahrscheinlichkeit anders als eine Zielgruppe im Alter von 50-60 Jahren. Dementsprechend ändern sich auch die Anforderungen an die Webseite.

Grundlegend lassen sich aber dennoch folgende Leitmotive für eine gute Usability zusammenfassen:

  •  Einfach

Je einfacher der User auf die Zielseite mit der gewünschten Information geleitet wird, desto besser die Usability der Webseite

  •  Effizient

Je schneller der User auf die Zielseite mit der gewünschten Information geleitet wird, desto besser die Usability. Niemand möchte heute mehr lange warten, um an Informationen zu gelangen. Dies setzt allerdings auch technische Anforderungen heraus, wie zum Beispiel eine schnelle Seitenladezeit.

  • Nützlich

Je nützlicher die Information ist, die der User am Ende erhält, desto besser die Usability. Der Nutzen einer Information ist zwar sehr subjektiv, mit der Definition der Zielgruppe wird dieses Hindernis aber oftmals gut gelöst.

 

Diese drei Grundsätze hören sich zwar einfach an, scheitern oftmals aber an ihrer Umsetzung. Auch, weil viele sich fragen, wozu die Benutzerfreundlichkeit überhaupt dienen soll. Getreu nach dem Motto: Wenn der User wirklich interessiert an einer Information ist, wird er sie auch suchen. Aber stimmt das?

Wozu dient gute Usability?

Eine gute Usability bindet nicht nur Bestandskunden, sondern kann auch Neukunden generieren. Die User finden sich auf der Seite zurecht und sind zufrieden, weil man ihnen kompakte, schnelle und effektive Lösungen bietet. Sei das nun eine Information, ein Produkt oder eine Dienstleistung.

In einer schnelllebigen Zeit warten Nutzer oftmals nicht lange, um sich der Konkurrenz zuzuwenden.

Wie erreicht man eine gute Usability?

Viele Usability-Maßnahmen haben gemeinsame Schnittstellen mit der Suchmaschinenoptimierung. Dies liegt daran, dass auch Google die Anforderung hat, dem User die für ihn bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Der Suchmaschinenriese begünstigt Ergebnisse, die User gut finden und listet Webseiten mit positiver Benutzerfreundlichkeit höher als andere, weshalb einige Usability-Maßnahmen mittlerweile auch auf der To- Do-Liste einer Suchmaschinenoptimierung stehen.

Einige To-Do’s, bei dem sich Suchmaschinenoptimierung und Usability überschneiden:

  • Navigation

Die Navigation leitet den User durch die Webseite – Sie bildet praktisch das Grundgerüst und den ständigen Begleiter des Nutzers. Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es daher wichtig, dass die Navigation leicht bedienbar ist und der User alle Seiten des Webauftritts erreichen kann. Eine intuitiv bedienbare Navigation, mit der der User sich schnell zurechtfindet, hat einen positiven Einfluss auf die Usability.

  • Content

Content begegnet uns in der Suchmaschinenoptimierung immer wieder – denn ohne Content auch keine Webseite. Die Suchmaschinen brauchen eine bestimme Länge an Inhalt, um zu verstehen, wovon die Webseite handelt. Aus Usability-Sicht ist es dagegen wichtig, diesen Inhalt mit genügend wichtigen Informationen zu verpacken. In Zukunft werden daher Suchmaschinen schnell erkennen können, ob der Webseiteninhalt nur purer Quark ist.

  • Layout

Hiermit sind vor allem Farben und Aufbau gemeint. Bestimmte Farben rufen bestimmte Emotionen und Reaktionen bei den Usern aus, die die User Experience beeinflussen. Auch schlecht lesbare Schrift durch zu bunte Hintergründe sind nicht geeignet. Der User verliert das Interesse und schließt die Webseite.

Der Aufbau der Webseite lehnt sich an den obersten Punkt an. Eine intuitive Bedienbarkeit der Webseite ist wichtig, um den User einfach und effizient zur gewünschten Information zu führen.

Also Vorsicht! Nur weil etwas gut aussieht, muss es noch lange nicht gut nutzbar sein.

Die Suchmaschinenoptimierung und die Usability haben noch einige weitere Schnittstellen. Viele der Optimierungsmaßnahmen resultieren auch aus den Signalen, die der User bei verschiedenen Webseitendesigns sendet.

Für viele Deutsche beispielsweise ist Rot die Lieblingsfarbe. Auch ist belegt, das die Farbe Rot den Appetit steigert. Dennoch bleibt Rot eine Warnfarbe und ist damit nicht geeignet für das gesamte Layout einer Seite. Eine rote Peperoni als Bildelement einer Seite hat dagegen wieder einen anderen Einfluss. Der Grat, was Nutzer gut finden und wovor sie eher zurückschrecken, ist folglich besonders schmal. Wie lassen sich also die Auswirkungen einer Webseite testen, um nachweislich die Usability zu verbessern?

Möglichkeiten zu testen, wie sich Veränderungen auf eine Webseite auswirken und sie dahingehend zu optimieren, gibt es einige.

Eine Methode ist tatsächlich, sich selber in den User zu versetzen, also die User-Experience und die Joy of Use einmal selbst zu erleben. Die Schwierigkeit ist, sich selber in die Sicht des potenziellen Kunden hineinzuversetzen und die Webseite aus seiner Sicht zu sehen. Schließlich kennt man die eigene Webseite am besten. Wenn man allerdings versucht, sich von seinem Blickwinkel zu lösen, fallen schnell viele Dinge ins Auge. Einfach mal den Bestellvorgang auf eigene Faust zu testen oder das Kontaktformular selber auszufüllen und abzuschicken, wirft oftmals bereits erste eigene Verbesserungsvorschläge auf.

A/B-Tests sind mitunter die beste Variante, um zu testen, was zu einer guten Usability beiträgt und was nicht. Es können mithilfe einer Software Änderungen an der Webseite vorgenommen werden, die dann im Vergleich mit der bisherigen Darstellung getestet werden – und zwar direkt an den potenziellen Kunden. Reagieren User auf die alte Ansicht besser als auf die neue? Sind User bereit, mehr Angaben in einem Kontaktformular zu machen oder klicken sie eher wieder weg? Durch echte Daten und echte Nutzer werden die Ergebnisse aussagekräftiger.

Die Suchmaschinenoptimierung ist bereits der nächste Schritt – die Optimierung der Usability. Aufgrund der vielen Schnittstellen deckt die Suchmaschinenoptimierung bereits viele Punkte ab.

Usability = User-Experience?

Nein! Die User-Experience beschreibt viel mehr die Emotionen und Reaktionen, die eine Webseite auslöst. Es beschreibt damit viel mehr die subjektive Wahrnehmung eines Nutzers als die tatsächliche Handhabung der Webseite.

Die Usability spricht von Elementen, die nachweislich die Bedienung einer Webseite erleichtern oder verschlechtern. Diese haben zwar Einfluss auf die User-Experience, es ist jedoch nicht dasselbe.

Usability beeinflusst Conversions und Nutzerverhalten

Zusammenfassend beeinflusst eine gute Usability die Conversions und das Nutzerverhalten positiv. Können die Nutzer die Seite intuitiv und effizient bedienen, ist die Chance größer, dass sie den Kauf, die Kontaktanfrage oder ähnliches abschließen.

Eine einfache Handhabung - vereint mit einer guten User-Experience und ansprechendem Layout beeinflusst zudem das Nutzerverhalten und das Nutzererlebnis. So kommen User deutlich öfter zurück, als wenn sie keine dieser Erfahrungen sammeln.

Natürlich ist dieser Blogbeitrag nur eine grobe Übersicht vieler verschiedener Faktoren und Methoden. Bereits vermeintliche Kleinigkeiten umzusetzen, kann die Usability deutlich verbessern. Und im Zweifelsfall einfach die Position des Users einnehmen und sich fragen: „Bin ich zufrieden mit den Informationen die ich gefunden habe und mit der Art und Weise, wie ich sie gefunden habe?“

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