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Vor- und Nachteile von A-/B-Tests

Avatar of paseomarketingpaseomarketing - 28. März 2017 - SEO

A-/B-Tests sind ein wichtiger Schritt in Richtung guter Usability und mehr Conversions. Sie wollen einem das Leben vereinfachen, in dem man mit wenig Aufwand das Design seiner Webseite testen kann: Besucher A sieht die Version A und Besucher B sieht Version B. Am Ende zeigt sich, welches der Modelle erfolgreicher war. Ein kleiner Einblick in die Welt von A-/B-Tests und ihre Vor- und Nachteile.

Was versteht man unter einem A-/B-Test?

Unter einem A-/B-Test, auch Splittest genannt, versteht man eine Methode, mit der man in Echtzeit zwei Versionen einer Webseite oder einer App vergleichen kann. Das heißt, man bekommt die Möglichkeit zu testen, ob das Design A oder das Design B – daher auch der recht simple Name -  mehr Conversions erzielt. Auch die Zahl der Eingabefelder oder die Einbindung von Call-to-action Buttons können auf ihre Performance überprüft werden.

Für solche einen Test benötigt man ein Tool oder eine Software, die den Test dokumentiert und analysiert. Neben der Beschreibung, was getestet wird, werden dort auch die Conversions aufgezeichnet, die am Ende entscheidend für das Ergebnis sind.

Welche Vorteile hat ein A-/B-Test?

Dass sich A-/B-Tests großer Beliebtheit erfreuen, liegt vor allem daran, dass sie viele Vorteile mit sich bringen.

  • Geringer Aufwand für zufriedenstellende Ergebnisse

Wie bereits angesprochen, benötigt man eine Software oder ein Tool, mit dem man arbeiten kann. Es sind wenig Vorkenntnisse erforderlich, um einen Test zu starten. Lediglich bei größeren Vorhaben, wie einem Relaunch oder ähnlichem, sind weitere Vorkenntnisse nötig – in diesem Fall reicht dann ein einfacher A-/B-Test auch nicht mehr aus.

  • Höhere Verweildauer und kleinere Bounce-Rate

Sind die Besucher der Seite mit dem neuen Design zufrieden, verweilen sie länger auf der Seite. Folglich vermindert sich auch die Bounce-Rate, da die User nicht mehr so schnell auf eine andere Seite abspringen. Das hat auch Einfluss auf die Suchmaschine: Sie erkennt, dass die Webseite dem User gefällt, welches positiven Einfluss auf die Rankings nehmen kann.

  •  Datenbasierte Ergebnisse

Bei den A-/B-Tests zählt nur eines: Conversion. Die Version, die am Ende am meisten Conversions erzielt hat, gewinnt den Test. Mit dieser Ermittlung bekommt man schnell saubere Ergebnisse, die man belegen kann. Eine Diskussion um subjektives Empfinden des Designs ist damit passé.

  • Verbesserte Usability

Erzielt ein Design mehr Conversions, ist es für den User scheinbar ansprechender oder einfacher zu handhaben. Das beeinflusst auch die Usability und ist bereits ein Schritt zur Verbesserung. Nicht nur die Usability wird dadurch beeinflusst, auch die Customer Journey und die User Experience leben von Faktoren wie Design und Funktion.

Welche Nachteile hat ein A-/B-Test?

Zwar haben die Tests einige Vorteile, dennoch gibt es auch Nachteile und Fehler, die man bei der Durchführung eines Tests machen kann.

1.Verfälschte Ergebnisse bei falscher Auswahl der Probanden

Es sollte sichergestellt werden, dass tatsächlich Besucher 1 die Version 1 und der Besucher 2 Version 2 zu sehen bekommt. Wechselt die Darstellung erst nach jedem 100. Besucher, kann das Ergebnis verfälscht sein. Denn dabei werden wichtige Ereignisse, Tages- und Nachtzeit und Wochenenden und Wochentage nicht berücksichtigt.

 2. Immer nur eine Änderung möglich

Wenn man es genau nimmt, sind auch mehrere Änderungen für einen Test möglich. Das Problem daran liegt jedoch auf der Hand: Im Nachhinein ist nicht mehr feststellbar, welche Änderung ausschlaggebend für das Ergebnis war - ob nun die Hintergrundfarbe oder das zusätzliche Feld.

3. Vernachlässigung wichtiger Testergebnisse

Dies trifft zu, wenn mehrere Änderungen getestet werden sollen. Wird zum Beispiel ein grünes Design mit fünf Eingabefeldern gegen einen Entwurf mit rotem Design und nur drei Eingabefeldern getestet, benötigt man zwei Durchführungen. Einen Test der den Erfolg des roten und des grünen Designs testet und einen der den Erfolg mit fünf und mit drei Eingabefeldern auswertet. Das hat den Nachteil, dass wertvolle Ergebnisse wegfallen. Schließlich testet man mit dem Gewinner weiter. Erzielt das grüne Design mehr Conversions, wird auch nur das grüne Design im nächsten Test verwendet. Dies lässt nur eine begrenzte Sichtweise zu.

Fazit

A-/B-Tests sind eine gute Möglichkeit um zu testen, welche Version bei den Besuchern besser ankommt. Zudem benötigt es wenig Aufwand, um einen Test zu starten und ihn zu beobachten. Das macht diese Möglichkeit besonders für kleine Unternehmen interessant, die wenig Budget haben und nur kleine Änderungen auf ihrer Seite vornehmen möchten.

Für große Unternehmen oder Firmen, die ihrer Webseite das gesamte Layout und die komplette URL-Struktur bearbeiten möchten, lohnt ein A-/B-Test nicht. Es benötigt mehr Fachwissen, Best Practice Beispiele und umfangreiche Analysen, um den gesamten Webauftritt zu optimieren.

Folglich sind A-/B-Tests hervorragend, um kleine Änderungen an Webseiten oder Landing Pages zu testen. Auch liefern sie eine gute Sicht auf das Verhalten der Besucher, um ein Gefühl für die eigenen potenziellen Kunden zu entwickeln. Für mehrere Änderungen innerhalb kurzer Zeit eignen sich allerdings eher multivariate Tests, bei denen sich auch mehrere Veränderungen analysieren lassen. Auch für langfristige und große Projekte sind A-/B-Tests eher weniger zu empfehlen, da zu viele Daten nicht berücksichtigt werden und sich das Testen in ewige Länge ziehen würde.

 

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