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Influencer Marketing – Werbung modern gestalten

Avatar of paseomarketingpaseomarketing - 27. Juni 2018 - SMM

An sich hört sich „Influencer-Marketing“ nach der optimalen Lösung an, um die eigene Reichweite zu erhöhen. Ein Einzelner soll möglichst viele seiner Nutzer von Ihrem Produkt überzeugen. Dieses Prinzip ist aber keinesfalls erst in diesem Jahrhundert entdeckt worden. Bereits vor 90 Jahren wurde dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht, eigentlich könnte man sogar sagen, dass es bereits bekannt ist, seit es die Menschen gibt. Jemand mit hohem Ansehen in einer Gruppe bewertet ein Produkt positiv – im Folgenden ist davon auszugehen, dass die anderen Mitglieder der Gruppe dieses Produkt für attraktiv halten werden. Ein bekanntes Beispiel ist die Vorgehensweise von WWF. Die Organisation schickt regelmäßig YouTube- Stars mit knapp einer Millionen Follower an den Amazonas. Dadurch sollen junge Menschen animiert werden, zu spenden oder Petitionen zu unterschreiben. Außerdem wird hierdurch die Mission der WWF, die Bewahrung der biologischen Vielfalt der Erde, bekannt gemacht. Früher war dieses Prinzip auch unter den Bezeichnungen „Testimonial“, „Meinungsführen/Meinungsfolgern“ oder „Word-of-Mouth“ bekannt.

Was gehört zum Influencer Dasein?

Der Influencer (zu deutsch: Beeinflusser), der ein Produkt bewerben soll oder eine Gruppe in eine bestimmte Richtung lenken soll, macht dieses entweder absichtlich oder unabsichtlich. Um solch einen Einfluss auf eine Gruppe von Menschen haben zu können, bedarf es einiger Eigenschaften. Dazu zählen beispielsweise Sympathie und Autorität, aber auch, dass die eigenen Werte mit denen des Influencers übereinstimmen. Mittlerweile gibt es in beinahe jeder Branche jemanden, der besonders angesehen ist und eine entsprechende Reichweite verbuchen kann. Das ist nicht immer zwingend nur Lifestyle, Fitness und Fashion. Auch in Branchen wie Naturfotografie und Försterei gibt es Influencer. Der perfekte Influencer hat einerseits eine klar umreißbare Gefolgschaft, also eine Zielgruppe und muss andererseits eben genau zum zu vermarkteten Produkt passen, damit die Glaubwürdigkeit bestehen bleibt.

Welche unterschiedliche Influencer-Typen gibt es?

Häufig kommt es beim Thema „Influencer“ zum klassischen Schubladen-Denken. Man denkt meistens an moderne junge Menschen, die die verrücktesten Sachen auf ihren Kanälen machen. Hauptsächlich liegt das auch daran, dass der Begriff „Influencer-Marketing“ ein relativ neuer Begriff, der so richtig erst seit etwa 2014 in aller Munde ist. Ein Beeinflusser muss nicht zwingend ein YouTuber oder Snapchat-Star sein, es können auch Journalisten, Blogger oder Leute aus dem PR-Bereich sein. Zusätzlich wurden früher sogar Sportler, Schauspieler und Musiker als Markenbotschafter angefragt, vor allem wegen ihrer enormen Beliebtheit. Da diese Menschen aber beinahe fast zu berühmt sind und sich weniger Leute mit diesen identifizieren können, hat dies etwas abgenommen. Mittlerweile gibt es einige Kategorien, in die sich die vielen Beeinflusser einteilen lassen, beispielsweise:

  • Coaches, wie beispielsweise im Bereich Fitness und Ernährung
  • Experten und Erklärer
  • Inspiratoren in Sachen Mode, Lifestyle und Trends
  • Unterhaltung

Generell unterscheidet man auch beim Influencer- Marketing zwischen B2C und B2B. Unterschiede gibt es dabei hauptsächlich beim Influencer selbst. Während man beim B2C an einen Kunden verkauft, ist beim B2B Fachwissen und Überzeugungsfähigkeit gefragt.

Irrtümer beim Influencer- Marketing

Beispielsweise funktioniert Influencer-Marketing nicht ausschließlich nur mit Promis. Wichtig ist bei der Auswahl, dass sich dessen Fangemeinde mit der eigenen Zielgruppe deckt. Nur so kann ein Produkt authentisch verkauft werden. Auch unbekanntere Influencer, sog. Micro-Influencer, können von Vorteil sein, vor allem wenn es um Nischenprodukte geht, bei denen Fachwissen und Knowhow gefragt sind.

Welche Vorteile hat Influencer-Marketing?

Influencer-Marketing bringt viele Vorteile mit – wenn es richtig angewendet wird. Dazu zählen beispielsweise:

  • Normale Personen, die nicht zwingend Promis sein müssen, sagen ihrer Fangemeinde, welches Produkt von welcher Marke unbedingt gekauft werden muss. Das erhöht die Glaubwürdigkeit, schon allein dadurch, dass nicht die Marke selbst sagt, wie toll diese doch eigentlich ist.
  • Bei sorgfältiger Auswahl des Influencers passt dieser so perfekt zum Produkt, dass dieser genau die Sprache der Zielgruppe spricht. Das bezieht sich nicht allein nur auf die Sprache, auch werden dabei Wording und Bilder so perfekt kombiniert, dass sich die Zielgruppe angesprochen fühlt.
  • Bei der klassischen Werbung dauert Werbung genau so lange, wie sie bezahlt wird. Influencer-Werbung ist deutlich langwieriger, nämlich so lange es die Zielgruppe sehen möchte.
  • Da Influencer ihren Inhalt und alles Weitere oft selbst produzieren, besteht für das Unternehmen, das das Produkt an den Mann bringen will beinahe keinerlei Aufwand. Die Produktion übernimmt der Influencer selbst.
  • Anders als bei TV- oder Radio-Werbung, bei der zumeist ein Rücklaufkanal fehlt, ist beim Influencer-Marketing mit erhöhter Reaktion zu rechnen. Diese erfolgt entweder durch Likes, Kommentare oder Teilen des Inhalts.
  • Influencer-Marketing wirkt nicht immer wie Werbung, anders als klassische Werbeformate, denen weniger Vertrauen zugesprochen wird.

Fazit

Influencer-Marketing erfreut sich zunehmender Beliebtheit und Nachfrage. Bei der Wahl des Influencers gibt es trotzdem einige Aspekte, auf die Rücksicht genommen werden sollen; denn nicht jeder ist für jedes Produkt geeignet – die Fangemeinde des Influencers muss mit der Zielgruppe des Unternehmens übereinstimmen. Nur so kann Influencer-Marketing langfristig erfolgreich sein. Außerdem ist es wichtig sich vorher eingehende Gedanken über eine Gesamtstrategie zu machen. Nur so kann eine Maßnahme zu nachhaltigem Erfolg führen.

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