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Seitenladezeit als Rankingfaktor

Avatar of Alexander KellerAlexander Keller - 25. September 2018 - Google, SEO

Google Speed Update: Wie schnell darf es sein?

Google alles mobile first

Die mobile Ladegeschwindigkeit als neuer Rankingfaktor - Anfang des Jahres von Google angekündigt, jetzt Realität. Der Grund dafür ist einfach: Die Mehrheit der Suchanfragen findet mittlerweile über mobile Endgeräte statt. Deshalb stellt Google die mobilen Bedürfnisse der User in den Fokus. Das Besondere dabei: solch eine klare Aussage von Google zu Rankingfaktoren sind eine Seltenheit, deshalb sollten Webseitenbetreiber ein besonderes Augenmerk auf die Ladegeschwindigkeit legen. Dabei können bereits kleine Änderungen an der Ladezeit Auswirkungen auf das Ranking haben, was allerdings nur die besonders langsamen Seiten betrifft.

Erkenntnisse der Mobile-Speed-Studie

Nun liegen die ersten fundierten Erkenntnisse zum „Speed Update“ vor. Searchmetrics zeigte in der „Mobile Speed“- Studie den Zusammenhang zwischen Ladegeschwindigkeit und Performance einer Seite auf. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie sind:

  •  Auf den Positionen 1-5 der Google Suchergebnisse besteht eine Verbindung zwischen niedriger Ladezeit und hohem Ranking, das bedeutet, dass die ersten Suchergebnisseiten schneller laden, als die dahinter.
  • Ranking-Verbesserungen sind nur dann zu erwarten, wenn die beschleunigte Seite in weniger als zwei Sekunden für den Nutzer erreichbar und geladen ist.
  •  Geringfügige Verbesserungen, wie ein Fortschritt von 7 auf 6 Sekunden bringen wohl keinen Ranking-Vorteil mit sich.

Wie Ladegeschwindigkeit gemessen werden kann

Mit der Ladegeschwindigkeit ist ein neuer Rankingfaktor vorhanden, der verglichen und genau gemessen werden kann. Generell gilt jedoch, dass die Internetverbindungen teils so verschieden sind, dass die Ladegeschwindigkeit durch die unterschiedlichsten Gegebenheiten beeinflusst werden kann. Diesen Umstand gilt es bei der Messung zu beachten, ebenso wie die Nutzung einer stabilen Internetverbindung. Zur Messung dieser gibt es die unterschiedlichsten Tools.

Seiten gelten laut Google dann als schnell, wenn diese innerhalb eines Zeitraumes von etwa zwei Sekunden auf mobilen Geräten geladen sind. Wer es schafft, die Ladezeit so gering zu halten oder dorthin zu optimieren, kann von einer Rankingverbesserung ausgehen – vielleicht sogar seine Chance auf ein Top-5-Ranking erhöhen.

Optimale Ladegeschwindigkeit für die beste Nutzererfahrung 

Generell sollte man sich jedoch fragen, für wen die Ladezeit optimiert werden soll: die Suchmaschine oder den Nutzer? Für Online-Anbieter in jeglicher Branche sollte stets die Verbesserung der Nutzererfahrung im Vordergrund stehen. Wer will denn schon eine halbe Ewigkeit darauf warten, dass eine Seite endlich geladen hat? Oft wird die Ladezeit auch als Konversionskiller bezeichnet, da die Absprungraten bei Ladezeiten, die über drei Sekunden liegen, höher sind, als bei geringeren Ladezeiten – König Kunde hat schließlich keine Geduld. Außerdem entscheidet meistens auch der erste Eindruck über die Vertrauenswürdigkeit eines Online-Shops. Wenn die Seite schon zu Beginn Probleme beim Laden hat, wirkt das nicht besonders überzeugend. Die Nutzer merken sich diese schlechte Performance und machen auch in Zukunft einen großen Bogen um die Webseite.

Auf welche Punkte man zur Erhöhung des Sitespeeds achten sollte

Um die Ladegeschwindigkeit nachhaltig verbessern zu können, gibt es verschiedene optimierbare Faktoren. Es gibt einige Punkte, die sich positiv auf die Ladezeit auswirken, konkret aber nicht unbedingt etwas mit dieser zu tun haben müssen. Das sind beispielsweise:

  • Bild-Optimierung: Reduzierung der Größe durch Tools wie tinypng, komprimierte Formate verwenden wie WebP oder Brotli und maximale Abmessungen von Bildern definieren.
  • Sorgfältige Auswahl eines leistungsstarken Hosting Providers, der auch http2 anbietet. Eventuell auch Content Delivery Networks einsetzen.
  •  Asynchrones Laden der Inhalte: Zuerst Inhalte im sichtbaren Bereich laden. Alle weiteren Inhalte nachladen.
  • Größe der CSS und JavaScript Dateien möglichst klein halten, z.B. mit minify.
  • AMP evaluieren und gegebenenfalls einsetzen.
  • Redirects sowie Bad Requests, die in 404-Fehlerseiten enden, reduzieren.
  • Browser Caching für selten modifizierte Inhalte nutzen.

Fazit

Als einer der wenigen Rankingfaktoren, der sich messen lässt, bietet die Optimierung der Ladezeit eine gute Möglichkeit, das eigene Ranking stetig zu verbessern. Bereits mit kleinen Optimierungen kann die Ladezeit einer Webseite optimiert werden. Besonders für Online-Shops ist die Ladezeit ein ausschlaggebender Punkt für den Umsatz. Die Ladegeschwindigkeit ist ein Faktor, der nicht nur einmalig überprüft, sondern kontinuierlich für alle Seitentypen im Blick gehalten werden sollte.

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